Mahnmal für Bamberg
Mahnmal für Bamberg

Mit großem persönlichen Engagement mache ich mir derzeit Gedanken zur Erarbeitung eines Mahnmals für Bamberg gegen das Vergessen der nationalsozialistischen Herrschaft und seiner Gräuel. Mir ist auch wichtig auf die Bedeutung von Zivilcourage damals wie heute hinzuweisen.

Zur Ausführung kommt ein Denkmal, das den regionalen Widerstands der Stadt aufzeigt. Die Portrait- büsten dreier Männer, „Claus Schenk Graf v. Stauffenberg, Willy Aron und Hans Wölfel,“ sollen ab dem Herbst 2010 an repräsentativer Stelle in der Stadt aufgestellt und der Öffentlichkeit übergeben werden.

Jüdischer Friedhof Sulzbürg
Jüdischer Friedhof Sulzbürg

Der Friedhof ist nicht nur ein kulturelles Zeugnis, eine Erinnerung an einstiges jüdischen Leben in der Dorfgemeinde, sondern auch ein Ort der Lehre menschlichen Miteinander und eine Stätte zum Innehalten und Nachdenken nach dem Werden und Vergehen des Lebens.

So soll der Friedhof nach Beendigung der Maßnahme den Besuchern als Mahnmal dienen. Die Konservierung der Grabdenkmale des Jüdischen Friedhofes in Sulzbürg, Gem. Mühlhausen OPf. beinhaltet Objekterfassung, Konzepterstellung, Ausschreibung, Maßnahmenbetreuung und Öffentlichkeitsarbeit.

Die Grabsteine werden in ihrem Bestand durch eine Konservierung gesichert und dadurch vor weiterem Verfall geschützt. Verschiedene wissenschaftliche Begleitarbeiten sollen das Interesse an den Friedhof in verschiedenen Richtungen verstärken. Vor allem das Aufschlüsseln der Grabinschriften und die Übersetzung der Hebräischen Grabschriften werden dem Friedhof großes Interesse bringen.

Konservierung der Steine: Ralf Czarnietzki, Restaurator Nürnberg
Bearbeitung und Übersetzung der Grabinschriften: Dr. Andreas Angersdorfer, wissenschaftlicher Mitarbeiter d. Uni Regensburg

Jüdische Synagoge Bamberg
Jüdische Synagoge Bamberg

Zwei Buntglasfenster zieren die neue Synagoge in Bamberg. Die Titel beider Fenster lauten “Licht und Segen”. Mit den Fenstern will ich auf die unheilvolle Geschichte des Jüdischen Volkes und auf eine gute Zukunft im Vertrauen auf einen starken Gott verweisen.

Die Fenster entstanden im “Glasstudio Derix”, Taunusstein.

In einer Feuersäule ging Gott dem israelitischen Volk auf seinem Weg durch das Rote Meer voran. Gott war ihm Wegweiser und Licht, Beschützer und Hoffnung zugleich.

Das strahlende Gelb symbolisiert Gott. Es steht einer großen, roten Fläche und wirkt wie ein die Form begleitende Stütze. Gott ist Begleiter und Licht in der Dunkelheit. Das Rot wird stellenweise vom Gelb durchleuchtet und vermischt sich mit ihm.

Gott steht hinter seinem Volk und heiligt es. Im Vertrauen auf Gott baut das Volk Israel auf seine Zukunft.

Die blau-weiße Glasfläche deutet auf die Jetztzeit und auf die Menschen hin, die in diesem Haus verweilen und beten. Das Gelb steht für Gott. Die rötlich gehaltene Stelle im Gelb schafft den Bezug zur Aussage des Licht-Fensters.

Das durch Überlagerung von blauen über gelben Glas erzeugte Grün, symbolisiert die Hoffnung auf ein friedfertiges Leben durch den wahren Glauben.

Die blau-weiße Gestaltung in der Art von „Himmelsfähren“ erweckt im Betrachter Visionen.

Den Fenstern sind stellenweiße Messinggewebe vorgesetzt. Die Bereiche nuancieren den Farbton je nach Standort des Betrachters. Dieses Farbspiel und die dritte Dimension des Gewebes unterstreicht die Gegenwart Gottes. Wenn durch die Dunkelheit die Transluzens und die Farbigkeit der Fenster verschwinden, treten die rechteckigen Messinggewebe als gelbe Fläche in den Vordergrund und verweisen auf den Gedanken der Gegenwärtigkeit Gottes.